Paketposthalle: Investor stellt dem Planungsreferat einen überarbeiteten Masterplan für das Areal vor

Bereits Mitte August (19.8) erhielt das Planungsreferat mit der Stadtbaurätin Prof. Dr (Uni Florenz) Elisabeth Merk, den überabeiteten Masterplan für das Paketpost-Areal vom Investor.

Es sollen mehr Freiflächen von ca. 10.000 qm entstehen, vor allem soll es einen Park (über der 3-stöckigen Tiefgarage?) vor der Paketposthalle geben, der für alle frei zugänglich sein soll, allerdings fallen dafür Grünflächen in den Innenmhöfen und den Dächern weg. Die im Bürger:innen-Gutachten geforderten 20 qm Freifläche pro Bewohner des Areals werden dennoch unterschritten, dass soll durch zusätzliche Freiflächen in der Umgebung ausgeglichen werden.

Weiter fehle im neu vorgelgten Masterplan ein Nutzungskonzept für die denkmalgeschütze Halle, die bisherigen Ansätze und Ideen für ein Konzept sollen mithilfe eines
Partizipationsprozesses mit interessierten Bürger*innen unter Beteiligung von Landschaftsarchitekt*innen weiterentwickelt und konkretisiert werden. Es sollen bereits Workshop mit dem Grundstückseigentümer und dem Referat für Stadtplaung und Bauordnung stattgefunden haben, so im Beschlussentwurf (der uns vorliegt).

Bemerkenswert ist in der Beschlussvorlage, dass die Referentin Frau Prof. Dr. (Uni Florenz) Elisabeth Merk einen Antrag an das von ihr geleitete Referat für Stadtplanung und Bauordnung stellt, mit folgenden Forderungen:

  • Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wird beauftragt, den Masterplan in der Fassung vom August 2022 gemäß den Ausführungen unter B weiterentwickeln zu lassen und als Grundlage für die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung heranzuziehen. Im weiteren Verfahren soll sichergestellt werden, dass unter Berücksichtigung der ebenerdigen Freiflächen ein stimmiges, städtebauliches und freiraumplanerisches Gesamtkonzept in Abhängigkeit von der Geschossfläche entsteht.
  • Da der Masterplan sich gegenüber der in der Kommission für Stadtgestaltung am 08.06.2021 vorgestellten Planung wesentlich verändert hat, wird das Referat für Stadtplanung und Bauordnung beauftragt, die Weiterentwicklung des städtebaulichen Entwurfs erneut der Kommission für Stadtgestaltung vorzustellen.
  • Die weitere Nutzung der Paketposthalle soll in einem partizipativen Prozess mit interessierten Bürger*innen und dem Bezirksausschuss unter Beteiligung von Landschaftsarchitekten entwickelt werden. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wird beauftragt, diesen Beteiligungsprozess mit zu entwickeln und zu begleiten.
  • Der Beschluss unterliegt nicht der Beschlussvollzugskontrolle.

Weitere Beteiligung der Öffentlichkeit:
Im Bebauungsplanverfahren sind zudem weitere Beteiligungsangebote vorgesehen. Im Rahmen des nächsten Verfahrensschritts – der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB – wird auch eine Erörterungsveranstaltung durchgeführt werden. Zudem ist ein Partizipationsprozess zu der Hallennutzung in Planung.

 

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